Verformung von Innentüren

 

Sobald die Temperaturen sinken, beginnen sich Innentüren zu verformen; sie werden krumm, sie können sich schlimmstenfalls nicht mehr schließen.

Unter Klimaeinfluss verändern sich Werkstoffe in ihren Abmessungen.
Holz und Holzwerkstoffe dehnen sich unter Feuchtigkeitseinfluss aus.
Das kann sich bei einem 2 Meter langen Holzteil und bei einer Feuchtigkeitsaufnahme von 5% um 2,5 mm bemerkbar machen.
Treten nun auf beiden Oberflächen eines Türblattes unterschiedliche Temperaturen oder Feuchtigkeiten auf, so zeigen die Oberflächenwerkstoffe auf beiden Türblattoberflächen ein unterschiedliches Schwund- oder Dehnverhalten und es kommt zu Verformungen.

Je größer dieser Temperatur- und Feuchtigkeitsunterschied zwischen beiden Türoberflächen ist, desto größer ist die Belastung für die Tür.
Infolge dessen sind Wohnungsabschlusstüren oder Haustüren, die den warmen Innenraum vom Außenklima trennen, besonders betroffen und Verformungen sind hier nicht zu vermeiden.
Durch funktionsgerechte Türkonstruktionen, Materialauswahl und Fertigungsweisen können die Verformungen jedoch in akzeptablen Grenzen gehalten werden.

Zur Beurteilung der Verformung eingebauter Türen werden die in den RAL-Güte und Prüfbestimmungen festgelegten 4 mm als maximal zulässige Verformung herangezogen.
Türen sind bei der Herstellung auf eine relative Luftfeuchte von 30% ausgelegt; in Neubauten können relative Luftfeuchten von bis zu 80% auftreten.

So kann es kurzzeitig auch beim Einsatz geeigneter Türen zu erhöhten Verformungen kommen.
In diesem Fall ist anzuraten, eine Heizperiode abzuwarten, da sich erfahrungsgemäß nach einer Abnahme der Baufeuchtigkeit auch die Verformungen reduzieren.
Voraussetzung ist, dass die Türen für die am Einsatzort herrschenden Klimabedingungen geeignet sind.